Das Ich

Das Ich ist nicht sichtbar;
doch ist es da.
So will ich es näher kennen
aber schön wird es nicht.

Hat doch heute das Ich,
zu leiden unter dem Druck.
Der Druck, welcher Druck
es drückt bis es stirbt.

Zu laut vermag ich es nicht zu sagen,
aber Gruppenzwang muß raus aus mir.
Dieses Wort, welche Qual,
versuchte ich einst ihn zu besiegen.

Ist es mir gelungen, so habe ich
bezahlt dafür, teuer, teurer als Wein.
Steckt doch in mir die Qual zu wissen:
Versagt! Aber frei von Zwang.

Wirklich frei oder nur gebrochen,
nichts mehr müssen,
nichts mehr brauchen,
alles umsonst?

Das Ich, mein Ich,
einst groß und stolz.
Heute klein und schüchtern,
wollte es siegen, hat es sich nur zum Affen gemacht.

Mein Ich, es lebt,
aber ich?
Weiß was ich will,
doch traue mich nicht.


© 2000 - Thies Rubarth