Stefan Zweig - Die Schachnovelle Die Schnachnovelle

Das Schachnovelle von Stefan Zweig handelt auf den ersten Blick von einer Schiffsreise. Doch spielt sich auch dort einiges ab, so geht es nicht primär um das, was auf der Fahrt geschieht, sondern um die Leben zweier Menschen, die mit an Bord sind. Der Erzähler erfährt zunächst über die zweifelhafte Karriere des Schachweltmeisters, der auch mit an Bord ist, und lernt dann einen weiteren außergewöhnlichen Menschen kennen.
Ist die Schiffsfahrt nur eine nette Reise, so entpuppt sich die Schachnovelle doch als zeitkritisch und es werden Grausamkeiten berichtet, die aber in der angenehmen Atmosphäre der Reise beruhigt als "überstanden" empfunden werden. Hier noch ein paar Zeilen aus dem Buch:

... Nun bin ich zeitlebens nie ein ernstlicher Schachkünstler gewesen, und zwar aus dem einfachen Grunde, dß ich mich mit Schach immer bloß leichtfertig und ausschließlich zu meinem Vergnügen befaßte; wenn ich mich für eine Stunde vor das Brett setze, geschieht dies keineswegs, um mich anzustrengen, sondern im Gegenteil, um mich von geistiger Anspannung zu entlasten. Ich "spiele" Schach im wahrsten Sinne des Wortes, während die anderen, die wirklichen Schachspieler, Schach "ernsten", um ein verwegenes neues Wort in die deutsche Sprache einzuführen. ...