Sylvia Plath - Die Glasglocke / Ariel

Die Glasglocke Ariel

Damit Frauen hier nicht unterrepräsentiert werden, möchte ich zwei außergewöhnliche Bücher vorstellen. Zum einen den Roman Die Glasglocke, und zum anderen den Gedichtband Ariel.

Wenden wir uns zunächst einmal dem Roman Die Glasglocke zu, der der einzige veröffentlichte der Autorin Sylvia Plath geblieben ist. Noch dazu beging Sylvia Plath im Jahr des Erscheinens Selbstmord, wobei der Roman auch schon ohne diese Tatsache eigentümlich ist. Darin wird ein Sommer aus dem Leben der zwanzigjährigen Esther Greenwood beschrieben, die einen Fehlschlag nach dem anderen erleidet was bemerkenswert beschrieben wird. Der Schrifstellerin Stil' ist so einfach wie simpel, aber auch eindringlich wie es folgender Abschnitt zeigt:

Es war ein verrückter, schwüler Sommer, dieser Sommer, in dem die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl kamen und ich nicht wußte, was ich in New York eigentlich wollte.

Genauso wie im Roman Dinge explizit dargestellt werden, erschließen sie sich dem Leser der Gedichte verzögert. Das liegt nicht zuletzt an der andersartigen Gattung, zudem aber auch an der subtilen Schreibweise Plaths. Ariel läßt sich als Ergänzung zum Roman lesen, aber auch getrennt voneinander sind beide sehr lesenswert. Es sei ein Beispiel gegeben, für eines von ihren Gedichten:

Ich bin bewohnt von einem Schrei,
Nachts flattert er aus
Und sieht sich, mit seinem Haken,
um nach etwas zum Lieben.